Um ein automatisches Getriebe von einem Gebrauchtwagen zu überprüfen, sollte man damit beginnen das Getriebeöl zu kontrollieren. Hierfür zieht man den Getriebeölmessstab heraus und schaut wie das Öl auf dem Stab aussieht, es sollte durchsichtig und klar sein.

 

Wenn das Getriebeöl von dem Gebrauchtwagen schmutzig oder schwarz ist, dann ist in dem Öl Metallspäne aus dem Getriebe gelöst. Wenn es zusätzlich noch einen verbrannten Geruch aufweist, so ist ein baldiger Getriebeschaden zu erwarten und vor dem Gebrauchtwagenkauf ist aufgrund der kostspieligen Reparatur abzuraten. 

 

Um das Automatikgetriebe von dem Gebrauchtwagen während der Fahrt zu kontrollieren, macht man folgendes. Beim Starten des Gebrauchtwagens muss der Schalthebel auf „P“ für Parken stehen. Ist der Motor angelassen so wartet man bis sich die Motordrehzahl bei ca. 650-850 Umdrehungen eingependelt hat, nun schaltet man bei getretener Bremse auf die Fahrstufe „R“ für Reverse. Nun sollte der Gebrauchtwagen ca. innerhalb einer Sekunde einen sanften Ruck nach hinten machen, nun schaltet man wieder, die Bremse ist immer noch getreten, auf „N“ für Neutral und dann auf „D“ Drive. Der Gebrauchtwagen sollte nun innerhalb einer Sekunde wieder einen sanften Ruck nach vorne machen. Das gleiche gilt für die Schaltvorgänge von „N“ auf „1“, „2“ und gegebenenfalls „3“. Wenn die Schaltvorgänge ruckartig geschehen, man Geräusche beim Schalten wahrnimmt oder die Zeit zwischen dem Schalten und dem Ruck länger als 3 Sekunden dauert, so deutet das auf eine starke Abnutzung oder einen Schaden der Kupplung des Gebrauchtwagens hin.

 

Während der Fahrt mit dem Gebrauchtwagen sollte man darauf achten, dass bei einer Erreichung einer Geschwindigkeit von 60 Stundenkilometern zwei stoßfreie Schaltvorgänge stattgefunden haben. Vom ersten Gang in den Zweiten und vom Zweiten in den Dritten. Bei jüngeren Gebrauchtwagen sind diese Schaltvorgänge kaum zu spüren und man muss sehr darauf achten diese wahrzunehmen. Probleme, die bei Automatikgetrieben von Gebrauchtwagen auftauchen können sind, dass bei einem kalten Motor sich die Gänge lange nicht schalten lassen oder dass dieses bei der vollen Betriebstemperatur des Gebrauchtwagens auftritt. Beide Probleme deuten auf kostspielige anstehende Reparaturen hin.

 

 

Während der Fahrt mit dem Gebrauchtwagen ist auch der so genannte „Kick-down“ zu überprüfen, hierfür fährt man mit einer mittleren Geschwindigkeit (40-50 km/h) und tritt dann stark auf das Gaspedal, das Getriebe des Gebrauchtwagen sollte nun ein Schaltvorgang in einen niedrigeren Gang vornehmen. Sollten die Schaltvorgänge des Gebrauchtwagen stark ruckartig geschehen oder gar nicht funktionieren, dann ist vom Gebrauchtwagenkauf abzuraten.

 

Weitere wichtige Punkte für den Gebrauchtwagenkauf:

- Übersicht zum Thema Gebrauchtwagen

- Infos über die Probefahrt

- Alles über den Motor

- Wichtiges zur KFZ-Versicherung

- So erkennt man den richtigen Kilometerstand

- So untersucht man die Karosserie

 

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