Der Öldruck des Gebrauchtwagens sollte man im kalten Zustand des Motors überprüfen. Das heisst, dass der Motor des Gebrauchtwagen mindestens eine Stunde nicht gelaufen sein sollte.
Besitzt der Gebrauchtwagen eine Öldruckanzeige sollte diese nahezu voll ausschlagen, ist nur eine Leuchte im Armaturenbrett des Gebrauchtwagen vorhanden so darf diese maximal ein bis zwei Sekunden aufleuchten. Je länger sie leuchtet, desto schlechter wird der Zustand des Gebrauchtwagens sein. Beim Gebrauchtwagenkauf sollte auch Wert auf den Stand des Motoröls gelegt werden, da hierdurch wichtige Hinweise auf die Pflege und den Zustand des Motors gegeben werden können. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, dass sich eine Art schwarzer Schlamm im Motoröl gebildet hat. Dies kann auf eine minderwertige Motorölqualität hindeuten, anzeigen, dass die Ölwechselintervalle nicht eingehalten wurden und das Öl viel zu lange in Benutzung war, oder im schlimmsten Fall das fehlendes Öl nicht aufgefüllt wurde und so der Öldruck dauerhaft zu niedrig ist.
Der Öldruck wird automatisch vom Fahrzeug mit Hilfe des Öldruckschalters gemessen und bei der Unterschreitung des grenzwertigen Öldruckes leuchtet die rote Öl-Kontrollleuchte im Fahrzeug auf. Anstelle des Öldruckschalters kann auch ein Manometer eingebaut werden, mit Hilfe dessen dann der Öldruck kontrolliert werden kann. So muss nicht extra auf das Leuchten der Kontrollleuchte gewartet werden, die oft erst aufleuchtet, wenn es schon fast zu spät ist um Verschleiß vorzubeugen.
Eine andere Möglichkeit wie sich der Öldruck verändern könnte wäre das das Öl eindickt. Dies kommt häufig vor wenn mit zu wenig Öl gefahren wird. Dann wird das Öl zu heiß, wird überbeansprucht und altert daher vorzeitig, das heißt es dickt ein. Die dritte Möglichkeit ist das das Öl verflüssigt. Dies geschieht häufig bei sehr kurzen gefahrenen Strecken, da bei jedem Start des Motors Benzin zum Öl hinzukommt. Normalerweise verdampft dieses Benzin wieder bei normaler Fahrt und Erhitzung.
Bei Kurzstrecken reicht die Zeit zum vollständigen verdampfen jedoch nicht aus und dadurch kommt es zu einer Verflüssigung. Wird das Auto dann wieder für eine längere Fahrt genutzt, so sieht es häufig so aus, als würde das Auto übermäßig viel Öl verbrauchen. Was aber nicht der Fall ist, da lediglich das Benzin wieder verdampft ist.
Trotzdem liefert jede dieser Veränderungen des Öles und des Öldruck Aufschlüsse auf den Zustand des Autos. Und sollte das Öl einmal in schlechtem Zustand sein sollten beim Gebrauchtwagenkauf lieber die Finger von dem Fahrzeug gelassen werden, da möglicherweise schon erheblicher Verschleiß eingetreten ist und somit die Lebensdauer des Motors stark verkürzt sein kann. Gerade beim Gebrauchtwagenkauf sollte daher sehr sorgsam darauf geachtet werden, da häufig nicht die Möglichkeit besteht den Zustand des Fahrzeuges über andere Quellen, zum Beispiel Vorbesitzer, in Erfahrung zu bringen.
Weitere wichtige Punkte für den Gebrauchtwagenkauf:
- Übersicht zum Thema Gebrauchtwagen
- Alles über das Scheckheft
- Wichtiges zur KFZ-Versicherung
- So misst man das Reifenprofil
- So untersucht man den Kilometerstand
- Infos über die Probefahrt
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